Ransomware-Angriff: Was Sie jetzt tun sollten – und was nicht
Dateien verschlüsselt, auf dem Bildschirm eine Forderung, das Telefon klingelt. Die ersten Stunden entscheiden, wie teuer und wie lang der Ausfall wird. Hier die Schritte, die jetzt zählen – und wenn Sie Hilfe brauchen, rufen Sie an.
Die sechs Schritte in den ersten Stunden
Ruhe bewahren ist leichter gesagt als getan. Diese Reihenfolge hat sich bewährt.
1. Trennen, nicht ausschalten
Betroffene Rechner und Server vom Netzwerk trennen (LAN-Kabel ziehen, WLAN aus), aber laufen lassen. Im Arbeitsspeicher liegen Spuren, die für die Analyse wichtig sind. Ausschalten nur, wenn die Verschlüsselung sichtbar noch läuft.
2. Backup sichern
Backup-Systeme sofort vom Netz nehmen, bevor die Angreifer sie finden. Externe Festplatten abziehen. Prüfen, ob die letzte Sicherung sauber ist – das ist Ihre wichtigste Frage.
3. Nicht zahlen, nicht verhandeln
Lösegeld finanziert den nächsten Angriff, und selbst nach Zahlung bekommt nur ein Teil die Daten zurück. Keine Kontaktaufnahme ohne fachliche Begleitung.
4. Hilfe holen und dokumentieren
IT-Dienstleister, Cyber-Versicherung und bei Bedarf die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime der Polizei NRW einschalten. Alles notieren: Zeitpunkte, betroffene Systeme, Erpresserschreiben fotografieren.
5. Meldepflichten prüfen
Sind personenbezogene Daten betroffen, muss die Datenschutzbehörde innerhalb von 72 Stunden informiert werden. Wir helfen bei der Einschätzung und der Meldung.
6. Wiederherstellen und absichern
Systeme aus sauberem Backup neu aufsetzen, Einfallstor schließen, Passwörter und Zugänge erneuern, MFA aktivieren. Danach: Monitoring, damit es nicht wieder passiert.
So läuft die Wiederherstellung mit vision4it
Wir übernehmen die Technik, damit Sie sich um Ihr Geschäft kümmern können.
Erstkontakt & Schadensbild
Anruf, Remote-Zugriff wo möglich, sonst Techniker vor Ort. Wir klären: Was ist betroffen, was ist noch sauber, wo ist das Backup.
Eindämmen
Netzwerk segmentieren, Angreifer-Zugänge schließen, saubere Systeme vom Rest trennen. Notbetrieb für das Wichtigste (E-Mail, Telefon, Kernanwendung).
Wiederherstellen
Server und Arbeitsplätze aus Backup oder neu aufsetzen, Daten zurückspielen, Prüfung auf Reste. Priorität nach Geschäftsrelevanz.
Absichern & dokumentieren
Firewall, MFA, Endpoint-Schutz, unveränderbares Backup. Bericht für Versicherung und Geschäftsführung – und ein Plan, der den nächsten Angriff ins Leere laufen lässt.
Häufige Fragen im Ransomware-Fall
Wenn ein sauberes Backup existiert: ja, vollständig. Ohne Backup ist eine Wiederherstellung nur in Einzelfällen möglich – deshalb ist die Backup-Frage immer die erste.
Mit getestetem Backup und klaren Prioritäten: Kernsysteme oft innerhalb von ein bis zwei Tagen, der Rest in der Woche danach. Ohne Backup: Wochen.
Meist nur, wenn Grundschutz vorhanden war: Backup, Updates, MFA. Deshalb dokumentieren wir den Zustand und die Maßnahmen von Anfang an versicherungstauglich.
Mit den Bausteinen, die die allermeisten Angriffe stoppen: Managed Firewall, Endpoint-Schutz, MFA, unveränderbare Backups und Schulung. Der kostenlose Domain-Sicherheitscheck zeigt, wie sichtbar Sie von außen sind.
Lieber vorher prüfen als nachher wiederherstellen
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